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Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

  1. Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software Mavana zwischen der Thinkdigital GmbH, Wigandstaler Str. 23, 13086 Berlin („Anbieter“), und dem Kunden.
  2. Mavana richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB mit Sitz in der Europäischen Union. Mit Verbrauchern schließt der Anbieter keine Verträge. Die Preise gelten in Euro.
  3. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.

§ 2 Leistungen

  1. Mavana ist eine Desktop-App für Windows und Mac mit Chat, Verarbeitung von Excel-, Word- und PDF-Dateien, Websuche und Diktat. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Beschreibung auf mavana.ai zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
  2. Die App wählt das KI-Modell und den Denkaufwand selbst. Der Kunde hat keinen Anspruch auf ein bestimmtes Modell. Mavana nutzt ausschließlich KI-Modelle in EU-Rechenzentren.
  3. Der Anbieter darf die App weiterentwickeln und Modelle austauschen, solange die vereinbarten Kernfunktionen erhalten bleiben und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
  4. Der Anbieter stellt die Dienste im Rahmen des technisch und wirtschaftlich Zumutbaren bereit. Wartung und Störungen, auch bei Dritten, können die Nutzung vorübergehend einschränken. Eine bestimmte Verfügbarkeit ist nicht zugesichert.

§ 3 Vertragsschluss und Firmenkonto

  1. Die Darstellung auf der Website ist kein bindendes Angebot. Der Kunde gibt ein Angebot ab, indem er in der App ein Firmenkonto mit Firmennamen und Anschrift anlegt. Der Vertrag über den kostenlosen Test kommt mit der Freischaltung des Kontos zustande.
  2. Der kostenpflichtige Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde Pakete auf der Zahlungsseite bucht und der Anbieter die Buchung bestätigt.
  3. Die Person, die das Firmenkonto anlegt, versichert, dass sie den Kunden vertreten darf. Sie ist Admin. Admins laden Personen ein, wählen und ändern Pakete und entfernen Personen. Ihre Erklärungen gelten als Erklärungen des Kunden.

§ 4 Kostenloser Test

  1. Der Kunde kann Mavana einmalig sieben Tage kostenlos mit bis zu 5 Personen und dem Kontingent von Lite testen. Zahlungsdaten sind dafür nicht nötig.
  2. Der Test endet automatisch und geht nicht von selbst in einen kostenpflichtigen Vertrag über. Danach ist das Senden gesperrt, vorhandene Chats bleiben lesbar und exportierbar.

§ 5 Pakete, Preise und Zahlung

  1. Der Kunde wählt pro Person eines dieser Pakete. Die Preise gelten pro Person und Monat zuzüglich Umsatzsteuer:
    • Lite: 9 €
    • Pro: 19 €
    • Max: 49 €
  2. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde erhält die Rechnung elektronisch.
  3. Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, darf der Anbieter das Senden nach einer Mahnung in Textform sperren, bis die Zahlung eingegangen ist. Vorhandene Chats bleiben lesbar und exportierbar.
  4. Der Anbieter kann die Preise mit einer Frist von sechs Wochen in Textform ändern. Der Kunde kann den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.

§ 6 Wochenkontingent

  1. Jede Person hat ein Wochenkontingent, dessen Höhe vom Paket abhängt. Die App zeigt den Verbrauch in Prozent. Wie schnell sich das Kontingent verbraucht, hängt von Art und Umfang der Anfragen ab.
  2. Nicht genutztes Kontingent verfällt am Ende der Woche. Es wird weder übertragen noch erstattet.
  3. Ist das Kontingent verbraucht, nimmt die App bis zum Beginn der nächsten Woche keine neuen Anfragen dieser Person an, außer der Admin wählt ein größeres Paket. Automatische Zusatzkosten entstehen nicht. Eine laufende Antwort wird noch fertiggestellt.
  4. Ein Wechsel auf ein größeres Paket gilt sofort, die Differenz wird anteilig berechnet. Ein Wechsel auf ein kleineres Paket gilt ab dem nächsten Abrechnungstag.

§ 7 Laufzeit und Kündigung

  1. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann monatlich zum Ende des Abrechnungszeitraums gekündigt werden, in der App oder in Textform. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.
  2. Entfernt ein Admin eine Person, endet ihr Zugang sofort. Bezahlt ist die Person bis zum Ende des Abrechnungszeitraums, eine Erstattung erfolgt nicht.
  3. Nach Vertragsende ist das Senden gesperrt, vorhandene Chats bleiben lesbar und exportierbar.

§ 8 Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde stellt Mavana nur eigenen Mitarbeitern und sonst für ihn tätigen Personen bereit, hält Zugänge geheim und sorgt dafür, dass ein Zugang nur von einer Person genutzt wird.
  2. Mavana darf nicht für rechtswidrige Zwecke genutzt werden. Die technischen Grenzen, insbesondere die Wochenkontingente, dürfen nicht umgangen werden.
  3. Der Kunde regelt selbst, welche Daten seine Mitarbeiter eingeben dürfen, und erfüllt die Pflichten, die ihn als Arbeitgeber und Nutzer von KI treffen, etwa zur Mitbestimmung und zur KI-Kompetenz der Mitarbeiter.

§ 9 Ergebnisse der KI und Nutzungsrechte

  1. KI-Modelle können Fehler machen. Der Kunde prüft Antworten und erzeugte Dateien vor der Verwendung, besonders Zahlen und Berechnungen. Die Ergebnisse sind keine Rechts-, Steuer- oder sonstige Fachberatung.
  2. Der Kunde behält alle Rechte an seinen Eingaben. Der Anbieter beansprucht keine Rechte an den Ergebnissen. Er sichert nicht zu, dass Ergebnisse urheberrechtlich geschützt oder frei von Rechten Dritter sind.
  3. Der Kunde erhält für die Vertragsdauer das einfache, nicht übertragbare Recht, die App im vereinbarten Umfang zu nutzen.

§ 10 Daten und Datenschutz

  1. Chats liegen auf dem Gerät der jeweiligen Person und werden nicht synchronisiert. Auf dem Server des Anbieters werden keine Inhalte gespeichert. Für die Sicherung der Chats, etwa über den Export, ist der Kunde selbst verantwortlich.
  2. Wird eine Person entfernt, löscht die App ihre lokalen Chats sieben Tage später beim nächsten Kontakt zum Server.
  3. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Eingaben des Kunden werden nicht zum Training von KI-Modellen genutzt. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung.

§ 11 Haftung

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und soweit er eine Garantie übernommen hat.
  2. Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentlich sind Pflichten, deren Erfüllung den Vertrag erst möglich macht und auf die der Kunde vertrauen darf.
  3. Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter im Rahmen dieser Regeln nur in Höhe des Aufwands, der bei üblicher Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.
  4. Für den kostenlosen Test haftet der Anbieter nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie in den übrigen Fällen von Absatz 1.

§ 12 Änderungen und Übertragung

  1. Der Anbieter kann diese Bedingungen ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht, etwa geänderte Gesetze oder neue Funktionen. Er teilt Änderungen sechs Wochen vorher in Textform mit. Ist der Kunde nicht einverstanden, kann er den Vertrag bis zum Wirksamwerden kündigen.
  2. Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von sechs Wochen auf ein mit ihm verbundenes Unternehmen in der Europäischen Union übertragen. Der Kunde kann in diesem Fall bis zum Wirksamwerden kündigen.

§ 13 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  2. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Berlin.
  3. Erklärungen zum Vertrag bedürfen der Textform, soweit diese Bedingungen nichts anderes vorsehen.

Stand: 4. November 2026